Walter Gräbeldinger,   2016

Baskisches etymologisches Wörterbuch

Einleitung

 

Das alte Volk der Basken, von den Römern Vascones genannt, siedelt in den Pyrenäen, sowie an deren nördlichem Randgebiet in Frankreich, und südlich in Nordspanien, dort mehr oder weniger freiwillig eingegliedert in den spanischen Staat.

Die Sprache der Basken wurde u.a. mit den Berbersprachen Nordafrikas, aber auch mit Sprachen des Kaukasus verglichen.  Diese Vergleiche sind aber heute überwiegend nicht anerkannt und man hält das Baskische für eine isolierte Sprache, mit keinem anderem Idiom verwandt.

Ohne uns in diese Diskussionen einzulassen, zeigen wir lieber, was der Wahrheit entspricht:  Baskisch ist selbstverständlich mit anderen Sprachen verwandt, und mit ihnen mühelos zu vergleichen.  Es gehört gleichfalls zur einen großen Familie aller Sprachen der Erde. Darüber gibt es keinen Zweifel. Das bei De Gruyter erschienene Etymologische Wörterbuch der baskischen Sprache von Martin Löpelmann ist von dieser Vision so weit entfernt, daß wir es mit keinem Wort erwähnen müssen.

Bevor wir den unmittelbaren Vergleich der baskischen Wörter mit Wörtern anderer Sprachen beginnen, werden wir zeigen, wie die Basken Wörter aus dem Französischen, Griechischen und Lateinischen in ihre Sprache aufgenommen haben. So wird aus der Umformung dieser Wörter die typische baskische Artikulationsweise zumindest erahnt.

 

Was in den wenigsten Wörterbüchern, vielleicht überhaupt noch nie versucht wurde, den göttlichen und intelligenten Ursprung der Sprache aufzuzeigen, wird hier in einem ersten Versuch dargestellt:

 

 Wir geben diesem Wörterbuch darum zunächst eine philosophische Grundlegung.  Sollten die folgenden Erklärungen nicht hinreichend sein, so lese man unter den anderen Seiten  "AGNI  -  Gott und Welt"  und  "Die Bedeutung der einzelnen Buchstaben"  den Anfang nach, über die Bedeutung der Laute  A  und  G,  wie sie zur Lektüre heiliger Schriften, z.B. des altindischen Rig-Veda eigentlich als bekannt vorausgesetzt wird.

Die baskischen Worte, die mit AG- beginnen, machen alle Gebrauch von diesem Wissen, spiegeln es, wenn auch begrenzt, wider, wie folgt:

 

A  ist nach Maharishi Mahesh Yogi der erste Ausdruck der Ganzheit.  Es ist auch der erste Buchstabe des baskischen Alphabetes und dient dazu, Überraschung und Bewunderung auszudrücken, auch ein "Dies" und "Das", ein "Er, Sie, Es".

Als erster Buchstabe des altindischen Rig-Veda enthält er in sich die Summe des gesamten Buches, in konzentrierter Form den gesamten Vorgang der Entfaltung des Lebens, wie er hierarchisch fortlaufend im Rig-Veda beschrieben ist.

Wir haben in den vorgenannten Seiten versucht, diese Fülle als ersten Ausdruck der Ganzheit wenigstens anzudeuten, geschöpft aus den möglichen Bedeutungen des Lautes A in verschiedenen Sprache der Erde, wie folgt:

 

 

A birgt in sich Vergangenheit, Zukunft und immer lebendige Gegenwart. Es ist die fortschreitende Erfahrung, die Suche nach ausreichender Vielfalt und ebenso nach deren Rückführung auf die Einheit eines möglichen Verständnisses, wie eines Wiedererinnerns.

 

A enthält die Richtung des Erlebens, seine Zielsetzung, seine Grenze, die einschränkende Wahl in aller Erfahrung, die Harmonie im Austausch der Lebenswerte. Es ist der Dreh- und Angelpunkt von Vergangenheit und Zukunft, von Endlichem und Unendlichem, von Gebundenheit und Freiheit, von vorübergehend Flüchtigem und gleichbleibend Beständigem, von Zeit und Ewigkeit, von Etwas und Nichts. Es ist wie ein Samenkorn:   Geburt, Anfang, Herkunft und Quelle von allem. Alles Hoffen, Zweifeln und Trauern auf dieser Straße des Lebens kommt von ihm - wie ein Reinigungsprozeß, ein Bezahlen für Geschuldetes, aber auch ein Belohntwerden für Verdienstvolles.

 

Man kann  A  mathematisch mit der Zahl  1  gleichsetzen, theologisch mit Gott als Person.  Gott will sich offenbaren, sich uns zeigen, sich verständlich machen.  Er tut es, indem er sich begrenzt, sich eine Struktur, Gestalt gibt, um für uns erkennbar zu werden, wenigstens andeutungsweise.

 

Dieses Sich-Begrenzen, Sich-Strukturieren, kommt im 2. Buchstaben des Rig-Veda zum Ausdruck, dem  G,  im ersten Wort  AGNI.  Der unbegrenzte Ausdruck der Ganzheit, dargestellt in dem Laut-Kontinuum  A,  setzt sich Grenzen, entwirft einen weitesten Horizont:  Das Laut-Kontinuum  A  wird unterbrochen durch den Kehllaut  G,  oder auch durch  K,  oder zumindest gehemmt oder verzögert durch die Kehllaute  CH, H  usw.

Andernfalls wäre das Leben dargestellt als ein gleichmäßiges ungehindertes Fließen, was es aber nicht durchgehend ist, sondern es hat auch Struktur, ist gestaltet, hat Unterbrechungen.

 

Wir nehmen hier vorweg, daß wir die Begrenzung durch die Kehllaute  -  K  G  CH  H  -  eine innere, hintere, subjektive Begrenzung nennen, während wir die Begrenzung durch die Zahnlaute  -  T  D  ...  -  eine vordere, äußere, die objektive Begrenzung nennen.

 

Dies kann man beim Sprechen beobachten.  Es hat aber auch Einfluß auf die Bedeutungen der Laute und Worte, bzw. die gesamte Artikulation ist eine Nachbildung der geistigen Tätigkeiten, eine Nachbildung der ewigen kosmischen Gesetze und Wahrheiten.

 

Wie stellt sich nun die Laut-Sequenz  AG, oder auch  AH, AK, also  A + Kehllaut   im Baskischen dar, welche Bedeutungen kann sie annehmen oder hervorrufen?

Den Aspekt des Sich-Begrenzens, der Grenze, des weitesten Horizontes, des Äußersten leitet die Sequenz  AK-  ein:

 

akabu = äußerst-, letzt-, End-, Ende, Tod

akasdun = eingekerbt     und    akats = Kerbe      als Grenzmarkierung.

akialdi, akipen, akidura = Müdigkeit, Erschöpfung

akiarazi = ermüden, erschöpfen

akigarri = ermüdend, erschöpfend

akitu = müde sein          als Grenze der Bewegung, physisches Limit.

 

In der Sprache der Theologie sagen wir, Gott begrenzt sich, gibt sich Struktur, Gestalt, um für uns wenigstens andeutungsweise sichtbar zu werden.  Dies stellt sich im Baskischen durch die Lautsequenz  AG-  dar:

 

ager = sichtbar, bekannt, offenkundig, manifest;    Erscheinung, Sicht, Anblick, Aussicht.

agerbide  (bide = Weg, Straße, Pfad, Route)  = Index, Inhaltsverzeichnis, Erklärung, öffentliche Demonstration, Zeichen, Symbol, Signal, Zeugnis, Beweis, Ursache, Grund.

agerle = Entdecker.

agerpen = Präsentation, Enthüllung, Vision, Schau, Entdeckung.

 

Von Gott, der sich selbst offenbart, enthüllt, in Erscheinung tritt, können wir sagen, alles ist in ihm, und aus ihm.  Dies zeigt sich in baskisch

 

-aga = Überfluß von, Ort, Raum für.

           Interessant ist der Ausdruck:   Zubiaga = Ort, wo viele Brücken sind.

           Er entspricht im Geistigen einem Begriff, der viele Verknüpfungen in sich enthält,

           ein reiches Beziehungsgefüge, ein Schlagen vieler Brücken.

 

Da im Baskischen je nach Dialekt ein Wort verschieden gesprochen werden kann, bei den Kehllauten z.B. akidura oder ahidura (beides "Müdigkeit"), ago oder aho (beides "Mund"), so ist es nicht notwendig, die weiteren Beispiele nach unterschiedlichen Kehllauten zu trennen.

 

Ein weiterer Wesenzug des sich offenbarenden Gottes (AG-, AH-) ist seine Macht, seine Autorität :

 

ahal = Fassungsvermögen, Aufnahmefähigkeit, Macht, Fähigkeit

ahala = so viel wie möglich

ahalbide = Möglichkeit

ahalguzti = Allmacht, unbegrenzte Macht

ahalik = so ... wie möglich,   z.B.: so    spät, bald usw.    wie möglich

agindu = befehlen, Befehl, versprechen, Versprechen

aginbide = Autorität, Macht zu befehlen

aginketa = Befehl, Vorschrift

aginpetu = dominieren, unterordnen

aginte = Autorität, Macht

agintedun = Herrscher (ruler)

 

In ahal (Fassungsvermögen, Aufnahmefähigkeit) kündigt sich ein weiterer Wesenszug des strukturierten Seins, Gottes als Person an :

 

aho ( = ago) = Mund :   Man kann aho oder ago den Mund Gottes nennen, sich äußernd  : 

ahots = Stimme  

ahoskatu = aussprechen, artikulieren                                                                                     

oder Gott als aho oder ago den Mund des Bewußtseins, in der Sinneserfahrung den Eingang der äußeren Vielfalt in Höhlungen, Hohlräume (aginar), oder :

ahoketa = Eingang zu einer engen Passage (auf dem Weg ins Gedächtnis).

 

Generell ist das Sich-Strukturieren Gottes die Vorstufe und Voraussetzung für den Kontakt zu einem Äußeren, der Welt :

 

aginak erakutsi = jemandem gegenüberstehen, jemandem gegenübertreten, jmdn. ansehen (to face)    >    allg.:   hinausgehen auf ... .

ahokatze = Vorgang des Sich-Engagierens, Verbindens, Ineinandergreifens, Verzahnens.

 

Dies als Beginn allen Geschehens, der Ereignisse (agitu = geschehen, sich ereignen) kann zunächst einmal nur ein Versuch sein :

 

ahalegin = Bemühung, Versuch, Bestreben.

ahaleginaz = ängstlich, sorgfältig.

 

Daraufhin erfolgt eine Wertung, Beurteilung, Stellungnahme, die auch negativ sein kann :

 

aginerakuste = Konfrontation, Feindseligkeit, Drohung.

agiraka = Verweis, Schelten, Tadel

agirakatu = tadeln, einen Verweis erteilen

aharratu = streiten, ärgerlich werden

aharra = Verwirrung, Unordnung, Auseinandersetzung

ahul = schwach

ahuldu = schwach werden

ahulaldi = Schwächeperiode, Depression

 

Der Kontakt kann auch positiv sein:

 

ahobetean = offen, offenstehend, aufgeschlossen

ahobateko = einmütig, einstimmig

ahobatasun = Einmütigkeit, Einstimmigkeit

ahobatez = einmütig, einstimmig

ahobeteko = schmackhaft, appetitanregend, pikant

ahoeder = beredsam, fließend.

agurtu = grüßen

agurtza = Gruß

aholku = Beratung

aholkatu = beraten

agurgile = Verehrer

 

In Anklang zu den mit ah- (lieben, sympathisch sein) beginnenden hebräischen Wörtern :

 

ahaide = Verwandter

ahaidetu = verwandt werden mit jemandem

ahizpa = Schwester

ahaikoa = Verwandtschaft

ahaidexka = entfernter Verwandter

 

Eine wichtige, wesentliche Grundbedeutung von AH-, AG-, AK- ist die Vorbereitung und der Beginn der Aktivität :

 

ahohandiko = übertreiben;    (also über das tatsächlich Bestehehende hinausgehen)   

agurotu = beschleunigen, antreiben, sich beeilen, aktiv werden

agurotasun = Schnelligkeit, Bereitschaft, Geschwindigkeit

agudotu = aktiv werden.

 

Dies ist im Wesentlichen der Schatz an möglichen Bedeutungen für AH-, AG- und AK- im Baskischen.  Wir messen ihn am Gesamtvorrat an Bedeutungen zu diesen Silben in allen mehr als 7000 Sprachen der Erde , und an dem Sinn der ersten Rig-Veda-Silbe AG in dessen erstem Wort AGNI.

Wie aus dem Buch  "Die gemeinsame Wurzel aller Sprachen des Planeten Erde" hervorgeht, ist jede der uns historisch bekannten oder heute noch gesprochenen Sprachen nurmehr ein winziger Splitter einer Ursprache oder Ersten Sprache, aus deren ungeheurem Reichtum an potentiellen Bedeutungsmöglichkeiten und Bezeichnungsfunktionen alle anderen Sprachen im Laufe der Zeit hervorgegangen sind.

 

In Orientierung an dem ersten Rig-Veda-Wort AGNI, dessen grundsätzlicher umfassender Sinn in dem Buch "Die gemeinsame Wurzel ..." geschildert wird, ist nach der ersten Silbe AG ( = Gott für sich oder ganz bei sich, unabhängig und getrennt von der Welt) nun sein Gegenüber, die Welt  ( = I  in  AGNI) zu beschreiben, danach die Verbindung  N  zwischen Gott (AG) und Welt (I) im Wort  AG-N-I.

 

Zur Beschreibung der Welt benützen wir die Bedeutungen des Lautes  i  im Chinesischen, weil diese Sprache in ihrer Welterfahrung über Jahrtausende hin den wohl reichsten Schatz an Bedeutungen für  i = Welt  gesammelt hat.  Danach tragen wir den semantischen Reichtum zusammen, wie er sich vergleichsweise im Baskischen erhalten hat.

 

 

DIE BEDEUTUNGEN FÜR  i = WELT  IM CHINESISCHEN

 

Als ersten Anhaltspunkt, auch zur Einschätzung des Chinesischen, erinnern wir uns an die Bedeutungen von  der Ainu-Sprache auf der japanischen Insel Hokkaido  :

 

i  =  intensivieren

i  =  Zeit;    Raum, Ort,

 

aber auch an das Altindische :

 

i  =  (Bewegung):   gehen, kommen, sich begeben zu, gelangen zu

        (Schicksal):     geraten in, zu teil werden, jemand angehen, um etwas bitten,

                               herkommen von, fliehen

         (Zeit):            verstreichen, vergehen, verharren

 

Im latinisierten chinesischen Alphabet folgt auf das  gleich  j ,  und die ersten Wörter lauten  jijidangjifa  usw. ,  wobei das Chinesische  -  für die Sinngebung notwendig  - zwischen verschiedenen Tonlagen ein- und desselben Vokales unterscheidet und in der latinisierten Schrift auch mit entsprechenden Zeichen versieht:  Steigender Ton, Fallender  Ton, erst fallender dann steigender Ton  usw.

Wir verzichten auf diese Markierungen, beschränken uns aber auf die ohnehin zahlreichen Wörter, die nur  ji  lauten, und beschreiben deren großen Sinnreichtum.

Circa 50 verschiedene ein- oder mehrzahlige Schriftzeichen werden alle ji ausgesprochen, nur vierfach unterschieden durch Tonschwankungen auf dem i ,  steigender Ton, fallender Ton usw.   Auf die noch viel zahlreicheren Worterweiterungen, wie jia, jia-, jie, jie- , usw., die gleichfalls interessant wären, wollen wir zunächst nicht eingehen, aus Zeit- und Raumgründen.

Nun sind zweifellos die chinesischen Wörter  nach Jahrtausenden ihres Gebrauchs  -  nur mehr lautlich verkürzt, so wie sie hier als  ji  vorliegen, aus verschiedensten ehemals längeren Wörtern erhalten geblieben.

Dieser Vorgang läßt sich sehr schön rekonstruieren, wenn man chinesische Wörter mit den etymologisch ihnen entsprechenden altindischen Wörtern vergleicht, wie es von mir in dem Buch  "Die gemeinsame Wurzel ..."  -  wohl erstmals überhaupt  -  dargestellt wurde :

 

 

Das Chinesische besitzt Entsprechungen zu den altindischen Verbalwurzeln TAR TARK TARJ TARD TARAṄG DAR DARBH DARŚ DHAR und im gesamten weiteren Wortschatz.

 

Zu TAR ( über etw. setzen o. schreiten, zurücklegen, durchmachen, durchleben, vollbringen, überwinden, glücklich entgehen, entkommen, sich retten, Med.: wettstreiten, retten oder weiterhelfen ):

 

dào Weg, Straße, Pfad; Lauf (des Wassers); Art und Weise, Methode                               

dào ankommen, gelangen, eintreffen, nach ... hin, bis, bis zu.                                                

dǎo führen, lenken, leiten, weiterführen, etw. hindurchgehen lassen

 

( á = steigender Ton à = fallender Ton ǎ = fallend - steigender Ton )

 

táo entgehen, entkommen, entschlüpfen, entfliehen, ...                                                      

táo kultivieren, erziehen, ausbilden, ...

 

 

 

Zu TARK ( vermuten, erwägen, halten für, im Sinne haben )

 

dào denken, vermuten, für ... (etw.) halten, ...

 

 

 

Zu TARJ ( drohen, bedrohen, schmähen ); J = nhd. "dsch".

 

tǎo eine Strafexpedition unternehmen, verurteilen, tadeln, anprangern                           

dǎo stören, belästigen, stänkern

 

 

 

Zu TARD ( bohren, durchbohren, erbohren, spalten, eröffnen, erschließen, freimachen )

 

tāo herausnehmen, herausholen, graben, aushöhlen                                                          

táo ausschöpfen, ausbaggern, ...                usw.

 

Aber die Sprecher pflegen doch aufzubewahren, was sie lautlich als Wesentliches des Wortes, als unverzichtbar empfinden.  So nehmen wir die Restwörter  ji   -  zugegebenermaßen etwas blind  -  in ihren Bedeutungen, wie sie heute eben vorliegen.

Im Taschenwörterbuch Deutsch-Chinesisch, Chinesisch-Deutsch. Peking University Press 1999, das wir hier verwendeten, sind die unter einem einzigen Wort aufgelisteten Bedeutungen oft kaum miteinander zu vereinbaren, sind divergent in ihren Bedeutungen.  Wir werden dies hier aber zufriedenstellend meistern.

 

Die chinesischen Wörter  ji , mit steigender, fallender oder fallend-steigender Stimme auf  i ,  können folgende Bedeutungen im Sinne von  "Welt"  annehmen, verstanden und interpretiert unter folgenden Ausdrucksweisen:

 

1.  Ausgreifen des Bewußtseins auf die Vielfalt, Mannigfaltigkeit außen.

2.  Das Subjekt kontaktiert das Objekt, das objektive Äußere. Kommunikation zwischen beiden,

    gegenseitige Einflußnahme, ein Austausch.

3.  Der Geist kontaktiert die Materie, Wechselwirkung beider:  Der Geist erfaßt, erforscht,

    durchleuchtet die Materie.  Die Materie besetzt den Geist.  Es bilden sich Inhalte.

4.  Einwirken Gottes auf die Welt, seine Kommunikation mit ihr.

 

Die Voraussetzungen des Kontaktes:

 

Hungrig sein, Hunger haben  (= Begehren aus einem Mangel heraus).

Glückverheißend, günstig, Glück  (= Erwartung eines Besseren).

Dringlichkeit, Notwendigkeit.

Eilends bestrebt sein, zu helfen.

Ein Anlaß, aus dem Augenblick heraus.

Abhängigkeit von jemandem, Angewiesensein auf jemanden.

Zeit, Gelegenheit  (allgemeine günstige Umstände aus dem Zeitverlauf heraus).

Los, Geschick  (Die Fügungen des Schicksals).

 

Die Art des Kontaktes:

 

berühren

aufeinanderstoßen, aufprallen

aufpeitschen, erregen, anreizen, hervorrufen

heftig, stark, ungestüm

angreifen, überfallen

einen Stoß austeilen, schlagen, zuschlagen

schnell, eilig, mit hoher Geschwindigkeit

es eilig haben, ungeduldig, dringlich

geschwind, hastig, rapid

dringend, eilig, ernsthaft

sich nähern, dicht an etwas herankommen

pressen, drücken, blinzeln ("verstohlene" Kontaktaufnahme)

sich drängen, sich zwängen

Taktik, List, Intrige

schicken, senden, anvertrauen, etwas zu treuen Händen überlassen

zu etwas greifen, anwenden

neiden, beneiden, mißgönnen

sich begegnen, sich treffen

 

Wechselwirkung:

 

anhäufen, ansammeln  (Erfahrung)

zügeln, in Schranken halten, einschränken  (Der kontrollierte Kontakt mit dem Außen)

sich aufhalten, bleiben, verweilen  (sich einlassen mit der Welt, sich beschränken auf einen bestimmten Raum, eine bestimmte Zeit  -  ein bestimmtes Erleben)

sich verzögern  (bewußtes Ausdehnen eines Erlebens)

Vorhaltung machen, streiten

spotten, verspotten, verhöhnen

fahnden  (Suche nach einer Schuld, einem Fehler)

gefangennehmen, verhaften  ("dingfest" machen der Schuld, des Fehlers)

Wasser schöpfen, heraufholen  (Ausschöpfen der Potentiale, Beginn der Kreativität)

hassen

neiden, neidisch sein, eifersüchtig sein

verabscheuen

zusammenstellen, edieren, redigieren  (Ordnung und Kreativität)

sammeln, versammeln  (Fülle der Erfahrung)

etwas auf die Spitze treiben  (auf ein äußerstes Ziel zusteuern)

jemandem bange machen

sein, bedeuten, nämlich  (Ergründung)

übernehmen  (bewußtes Annehmen eines Teiles der Welt zur weiteren Fortführung)

versorgen, liefern  (Wachheit an die Welt, Dinglichkeit an das Bewußtsein)

rechnen, kalkulieren  (Ergebnisplanung des Bewußtseins)

planen

eine Gedenkfeier veranstalten  (Tradition:  Die Welt erinnert sich an ein früheres Großes, dessen Gedenken sie dem geringeren Gegenwärtigen empfiehlt)

opfern, etwas zum Opfer bringen  (ein Angebot, in der Hoffnung auf Gegenleistung)

zubinden, zuknöpfen, schnüren  (Mechanismen, die Vielfalt zur Einheit zu führen)

im Gedächtnis behalten, sich merken  (bewußtes Annehmen der Welt im Bewußtsein, Inhalte)

sich Notizen machen, niederschreiben, notieren  (Vorbereitung, Welt anzunehmen)

fürchten, scheuen

vermeiden, sich von etwas fernhalten

aufgeben, sich etwas abgewöhnen

fortsetzen, fortführen  (Kontinuität, Tradition)

spinnen, drehen  (der kreativ-schöpferische Umgang mit der Welt)

 

Terminologie:

 

seit langer Zeit (bestehend), althergebracht, eingewurzelt  (Erfahrung, Tradition)

Produkt  (lat. pro-ductum "Hervorgebrrachtes")

Grundlage, Basis, Fundament  (Materie für das Bewußtsein, Bewußtsein als Wissen für den Umgang mit der Materie)

Radikal  (zu Ergänzendes, Suche nach Vervollständigung)

ungerade  (nach Ergänzung und Ausgleich strebend, ständiges Fehlen, Mangel)

abnormal, anormal, mißgestatlet  (Ungewöhnlichkeit, Unvollkommenheit)

nach einer Seite hängend, geneigt, schief (schlecht proportioniert, Gefahr des Einsturzes)

Rest, Restbetrag  (Was nach Abzug alles überflüssigen Beiherspielenden als Essenz übrigbleibt, die eigentliche Wahrnehmung)

Zaum, Halfter, Zaumzeug  (Die mentalen Mittel, um das Objektive, die Materie zu erfassen, zu bändigen, die Begriffe)

Maschine, Apparat, Gerät  (Die Mechanik, das Funktionieren der Weltbewältigung)

Angelpunkt, kritischer Punkt  ("Gelenk" und Moment der Entscheidungsfindung)

Gelegenheit, Möglichkeit, Chance  (Moment zu möglicher Verbesserung)

organisch  (lebendiges Gewebe der Inhalte des Bewußtseins)

geschickt, gewandt, findig  (Die Kreativität der Geistestätigkeit)

Muskel  (Instrumentarium zum Zusammenziehen der Vielfalt zu einer Einheit)

Krankheit, Unwohlsein, Leiden, Schmerz  (Disorganisation von Geist und Materie)

mager, dünn, schwach  (mangelnde Kreativität)

unfruchtbar, unergiebig  (schlecht verbindende Intelligenz, fehlende Resourcen, mangelndes Potential)

Buch, Werk  (Summe der Erfahrung und des Wissens)

Heimat, Herkunftsort, Geburtsort  (Usprung möglicher Erfahrung)

Mitgliedschaft  (Die in einem Begriff vereinte Vielfalt)

Marktplatz  (Ort des Austausches von "Ware" und "Geld", der zur Verfügung stehenden Erfahrungsvielfalt und dem Grad der Wachheit des Bewußtseins, dem "Geld", um "Ware" kaufen zu können)

Sammlung, Sammelband, Anthologie  (Das Gedächtnis)

Band, Teil, Folge  (Teilabschnitte in der Aufeinanderfolge von Erfahrungssummen)

zur rechten Zeit  (Timing in der Begegnung von Gott und Welt, von Bewußtsein und Materie)

und, sowie  (Weiterer Fortgang der Aufnahme von Materie durch das Bewußtsein, die Erweiterung der Inhalte)

Extrem, äußerste Grenze, Gipfelpunkt, Spitze  (Maximum des Inhaltsumfanges oder der Inhaltsdichte)

Pol  (Eines von Zweien miteinander Verglichenen)

äußerst, extrem, übermäßig, höchst, außerordentlich  (siehe Extrem, äußerste Grenze)

Rang, Ebene, Stufe, Klasse  (Inhalte der Würdigkeit nach, nach dem Grad ihrer Differenzierung sowie der Erfahrungs- und Erkenntnisdichte)

Schulklasse, Jahrgang  (Stadium der Reife)

Treppenstufe  (Stadium, erreichte Ebene des Aufstiegs)

aufgebracht, ärgerlich  (Mißlingen)

Wirbelsäule, Rückgrat, Rücken  (Gesetz, Recht, Ordnung, Angemessenheit, Sitte ;  beim Austausch von Bewußtsein und Materie ist es im Individuum das Interesse, die angeborene und im Leben modifizierte Lebensspur, allgemein die Tradition des Lebens)

vollgestopft  (Dichte der Bedeutungen und Bedeutungsverknüpfungen innerhalb eines Begriffes)

wieviel, einige, mehrere  (siehe "vollgestopft")

selbst, sich, persönlich, eigen  (im hegel'schen Sinne das Moment des "Für sich")

ausreichend, reichlich, genug  (Die Daten reichen aus, eine Frage zu beantworten)

still, ruhig, einsam, verlassen  (Das Subjekt für sich, das Objekt für sich)

Messer, Zähler, Meßgerät  (Die einfließende absolute Intelligenz, die eine Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung von Subjektivem und Objektivem bekannt gibt)

Fähigkeit, Technik, Kunstfertigkeit, Können, Kraft, Kunstgriff  (Know How Gottes an der Welt)

Jahreszeit, Saison, Periode, letzte Jahre einer Epoche, Ernte  (Zeitumläufe, Ergebnisse, Früchte)

schon, bereits  (bekanntgegebene Vollendung)

wenn ... dann ;  da nun  (Kausalität)

Notiz, Aufzeichnung  (Beginn der Überlieferung, Tradition)

Kennzeichen, Merkzeichen  (Was das Subjekt am Objekt erkennt, als Beginn weiterer Nachforschung)

Disziplin, Ordnung, Vorschrift  (Auswirkungen von Gesetzen)

Aufzeichnung, Chronik, Annalen  (Die offiziell festgehaltenen Daten der Tradition)

Grenze, Rand  (Das Äußerste in Raum, Zeit oder Planung)

zwischen, unter  (Einlagerung)

im Innern  (Das Subtile im Groben)

Zeit, Gelegenheit  (Mögliches Timing)

dann, danach, darauf  (Aufeinanderfolge in der Zeit)

Spur  (Lebensweg, sichtbare Zeichen eines Lebensinteresses)

Überbleibsel, Ruine, Rest  (das Letzte einer ausklingenden Schöpfung)

Verdienst, Tat, Leistung, Ergebnis  (Das letzte Resultat, der Gewinn aus einer vollendeten Schöpfung).

 

Das Baskische besitzt demgegenüber nur das Pronomen  i, das ein vertrautes  Du  ausdrückt, sowie das Dativ-Suffix  -i, das im Englischen meist mit  to  übersetzt wird  (I have given it to a man).

Ersteres dokumentiert eine engere Beziehung, Letzteres ein "Zu-etwas hin", also gleichfalls Bezug auf etwas, beides ist somit Beziehung, Relativität, als Wesen der Welt.

Man könnte im Baskischen noch mehrere Wörter aufführen, die mit  i - anlauten und "Welt" bedeuten, wie zum Beispiel:

igaro  passieren, überqueren, durch etwas reisen

ikusi  sehen, schauen

ikutu  berühren, fühlen

itxura ("itschura")  Aspekt, Erscheinung, Bild, Aussehen, Ähnlichkeit, Gestalt

izadi ("issadi")  Natur, Schöpfung

izaera ("issaera")  Charakter, Persönlichkeit, Natur

izan ("issan")  sein, existieren      

itxi ("itschi")  schließen, einschließen, zu-, verstopfen  (Abgeschlossenheit, Begrenztheit der Dinge und Abläufe  -  als Wesen der Welt)      usw.

 

Aber da wir im Chinesischen darauf verzichtet haben, tun wir es vergleichsweise hier auch.  Für etymologische Zwecke ist es genug.  Wer mehr erfahren will, sehe auf die Seite  Die innere Philosophie der Sprachen.

 

Nun also zum nächsten Schritt.  Nach der Erklärung von  AG  als  Gott bei sich  und  I , der Welt ,  folgt nun die Beschreibung der  Verbindung  von  Gott zur Welt ,  nämlich  im ersten Rigveda-Wort 

A - G - N - I .

In  Die gemeinsame Wurzel aller Sprachen des Planeten Erde  haben wir die Bedeutung von  als  Vergleich und Ausgleich zwischen Gott und Welt ,  oder  zwischen Subjekt und Objekt,  zwischen Geist und Materie ,  allgemein als  Vergleich  so abgeleitet:

bedeutet in Wörtern wie nhd. nein, nicht, nie,   engl. no, never, not,   lat. non, ne, neque   usw.  Verneinung,  im Altgriechischen jedoch das Gegenteil:  nai = wahrlich, fürwahr, ja , allerdings,  und im Altindischen (Sanskrit) kann  na  beides bedeuten, einerseits  "nicht, nein",  und andererseits  "wie, gleichsam". 

Was diese Gegensätze, Positiv und Negativ, Ja und Nein in sich vereint, ist der Vergleich.  Im Vergleich  achten wir auf  "ist nicht"  und  "ist wie".

Der Vergleich vollzieht sich im Menschen zwischen einem äußeren Beobachteten und einem inneren Verstehenwollen, einem zugrundeliegenden Wissen, man kann sagen, einem inneren angelegten Plan, und einer äußeren Wirklichkeit, die ihm gegenübersteht, einem Kontakt und Austausch zwischen beiden. Man kann es in der Philosophie oder der Spiritualität noch tiefer fassen:  Von einem Allerinnersten her, dem gedankenfreien Feld reinen Bewußtseins aus, ist sogar das Denken ein Äußeres, und man kann von diesem innersten Zustand her  -  er heißt im Altindischen Samadhi  -  auch alle Tätigkeiten des gewöhnlichen Bewußtseins wie ein Objekt beobachten.

Dieses allerinnerste gedankenfreie Bewußtsein, reine Wachheit, ist der einzige wahrhaft und exakt "objektive" Beobachter.  Alles andere, gedankenbesetzte gewöhnliche Bewußtsein ist getönt, spezifisch individuell "gefärbt", wir sagen "subjektiv", und meinen in den sogenannten objektiven Wissenschaften etwas Minderwertiges, eben nur Spezifisches, nicht allgemein Gültiges als Ergebnis dieser Art von Beobachtung.

Die Frage von Innen und Außen ist also verschieden zu beantworten, je nach Tiefe der Fragestellung.

Das Allerinnerste nennen wir "Gott".  Gott ist also in uns, als Innerstes unseres Bewußtseins, und wir können ihn kontaktieren, dort wo unsere gedankliche Aktivität aufhört, und das gedankenfreie, reine Bewußtsein beginnt.

Dieses gedankenfreie reine Bewußtsein ist völlig separat, getrennt von allem.  Darum sagt man von Gott, er sei absolut, das heißt aus dem Lateinischen übersetzt, von absolvere, "losgelöst, abgelöst, frei von", nämlich frei von allem, was außerhalb ist.  Er oder es hat eine völlig andere Qualität, ist unveränderlich, immer gleich, unvergänglich, während alles Äußere ständig wechselt, veränderlich, vergänglich ist.

N ist also eine Brücke, im eigentlichem Sinne zwischen dem Allerinnersten und dem von ihm getrennten Äußeren, wir sagen, zwischen Gott und der Welt. Es vermittelt zwischen Gott und der Welt, man kann auch sagen, zwischen dem Bewußtsein und dem äußeren Bereich, den wir "Materie" zu nennen pflegen.

Das gedankenbesetzte Bewußtsein, das mit Inhalten versehen ist, wäre also eine Zusammensetzung, eine Mischung von Bewußtsein und Materie.  Darum ist es auch spezifisch, veränderlich, nicht mehr rein. nicht mehr ganz klar, und darum zurecht "nicht mehr absolut zuverlässig" zu nennen.

So, wie für Gott das gedankenbesetzte Bewußtsein, das Denken, etwas Äußeres ist, so ist für das gewöhnliche gedanken-, also inhaltsbesetzte  Bewußtsein des Menschen die Welt etwas Äußeres, die er mit den Sinnen kontaktieren kann, und die er qualitativ als Materie von seinem Bewußtsein unterscheidet.

Wir nennen also N auch in diesem Sinne eine Brücke zwischen dem menschlichen Bewußtsein und der materiellen Welt außen. Aber der eigentliche, tiefere Sinn von N muß uns klar sein.

N vermittelt also  -  in jedem Falle richtig gesagt  -  zwischen Innen und Außen, und zwar, indem es vergleicht, nach Gemeinsamkeit und Unterschiedlichkeit sucht.

Es ist ein Ausgreifen des Bewußtseins auf die Mannigfaltigkeit der Welt, und ein Eingehen dieser Mannigfaltigkeit in das Bewußtsein, beides vermittelt über die Brücke N.

 

Das Ausgreifen des Bewußtseins auf die Mannigfaltigkeit der Welt wird im Baskischen durch das Wort an

(= da drüben, over there), das Eingehen der Mannigfaltigkeit in das einende Bewußtsein durch das Suffix

- an (= in, innerhalb) ausgedrückt, in der Sinnesdatenwelt benannt z.B. als  an dabil (von einem Platz zum andern gehend), oder  etxean (im Haus).

Ferner durch das Reflexivpronomen  - n (der, welcher, den, welchen, das, welches), z.B.: "Der Mann, der gekommen ist, ist dein Vater", oder:  "Ich habe den Apfel genommen, den du aus Vaters Garten gestohlen hast."  Hier wird eine Einheit, das grammatische Subjekt (Der Mann) bzw. das erste Objekt

(den Apfel) durch eine weitere Vielfalt, das Prädikat näher erläutert, eine Einheit wird durch eine Vielheit näher erklärt, wie ein Bewußtseinsinhalt durch eine zukommende äußere Mannigfaltigkeit.

Das Partikel  - na  beschreibt, wie sich das einheitliche Bewußtsein auf die Vielfalt eines Außen erstreckt, sich wahrnehmend verteilt, in der Sinnesdatenwelt die Verteilung von etwas auf eine Gruppe, wie z.B.:

"Ein Gedicht für jeden".

Weitere Beispiele mit Worterweiterungen über n -  hinaus, wie z.B.  nabaritu (erkennen, realisieren, bemerken, wahrnehmen) und viele andere demonstrieren gleichfalls das Ausgreifen des Bewußtseins auf die äußere Welt und den Kontakt zwischen Bewußtsein und Welt über die Brücke  n .

Dies alles überschreitet den Rahmen eines etymologischen Wörterbuches. Es wird dargestellt unter

Die innere Philosophie der Sprachen.

Es findet sich dort auch eine Entsprechung des Baskischen in Lautung und Bedeutung zu dem Beginn des altindischen Rigveda   AGNIM  ILHE   und dem Anfang der  Bibel   BERESCHIT  BARA  ELOHIM.

 

Wir schließen diese philosophische Grundlegung zur baskischen Sprache hier im etymologischen Teil mit einer Laut-für-Laut - Übersetzung des ersten Rigveda-Wortes    A  -  G  -  N  -  I   :

 

Das unendliche Bewußtsein  -  sich begrenzend  -  in Vergleichen  -  sich fortpflanzend.

 

 

 

Die Etymologie der baskischen Sprache

 

 

Die alte Sprache der Basken gibt noch heute viele Rätsel auf.  Kein Wunder, denn sie stammt aus einer Zeit, als das Hebräische und das Altindische noch in einer Sprache vereint waren. Ich bin wohl der erste, der das sagen kann und weiß. 

Nach überwiegender Meinung  steht das Baskische völlig isoliert da, unvergleichbar mit anderen Sprachen. Daß dem natürlich nicht so ist, wird im Folgenden gezeigt werden, in zweifacher Gliederung :

 

1. Die Lehnwörter, aus anderen Sprachen übernommen, wie man es bislang kennt

2. Die rein baskischen Wörter,  für die man sie hält,  im Vergleich zu anderen Sprachen

 

1. Die Lehnwörter

 

Aus der Art und Weise, wie Wörter aus Fremdsprachen bei der Eingliederung umgeformt werden, sieht man sehr schön die typische Artikulationsgewohnheit des Baskischen.

Folgende baskische Buchstaben unterscheiden sich vom deutschen Alphabet oder sind anders als im Deutschen auszusprechen:

 

Bask.

c

ç

ch

j

ñ

q

v

x

y

z

dd

ll

tt

tx

Nhd.

k

ss

sch

j, ch

nj

k

b

sch

i

ss

j

lj

tj

tsch

 

 

 

FRANZÖSISCH                                                                 BASKISCH

 

verte

grün

berde

grün

truc

Trick

truca(tu)

wechseln, tricksen

train

Zug

tren

Zug

traite

Abhandlung, Vertrag

tratu

Vertrag, Handel, Anrede

chér

zärtlich, geliebt

xera

Liebkosung (x = nhd. "sch")

 

 

 

GRIECHISCH                                                                       BASKISCH

 

sitos

Weizen, Getreide

zitu

Getreide (z = nhd. ss)

diabolos

Teufel

deabru

Teufel

dechomai

ich habe

dauka

er hat es

epos

Wort, Götterspruch

epai

Spruch, Urteil

 

 

 

LATEINISCH                                                                        BASKISCH

 

sors, -rtis

Los, Schicksal

zorte

Schicksal, Glück

 

 

zorteia(tu)

auslosen

 

 

zori

Glück, Schicksal, Zufall, Omen

sucus

Saft

zuku

(Fleisch-) Brühe, Saft

aurum

Gold

urre

Gold

humor

Feuchtigkeit, Flüssigkeit

umore

Laune, Feuchtigkeit, Flüssigkeit

humilis

niedrig, demütig

umil

demütig, bescheiden

terere

abreiben, abnutzen

torra(tu)

reinigen, abreiben

temptare

in Versuchung führen

tenta(tu)

versuchen, verführen

tegula

Dachziegel

teila

Dachziegel

tabula

Tafel

taula

Tafel, Schema

defendere

verteidigen

defendatu

verteidigen

dignus

würdig

duin

würdig

deico > dico

ich zeige, sage

deikunde

Ankündigung

turris

Turm

dorre

Turm

sonus

Laut, Ton, Klang

soinu

Laut, Ton, Klang

solus

allein, einzig, bloß

soil

kahl, rein, unvermischt

 

 

soilik

einzig (und allein)

sentire

fühlen

sendi(tu)

fühlen

securus

sicher

segur

sicher, bestimmt

sequi

folgen

segi(tu)

folgen

sequentia

Folge, Sequenz

segida

Folge

sanctus

heilig

saindu

heilig

salvare

retten

salba

retten

series

Reihe, Kette

sail

Serie, Bezirk, Gruppe

oboedire

gehorchen

obedi(tu)

gehorchen

magister

Meister, Lehrer

maisu

Meister, Lehrer

magis

mehr, eher, lieber

maiz

oft, häufig

leo

Löwe

lehoi

Löwe

planus

flach, eben, deutlich, klar

lau

eben, einfach; ebenso

laudare

loben

lauda(tu)

loben

labi

gleiten, ausgleiten

labain

glitschig

carus

hoch im Preis, teuer, lieb

karu

teuer

catena

Kette

katea

Kette

fructus

Frucht

fruitu

Frucht

frater

Bruder

fraide

Mönch

furere

rasen

fuxiz(tu)

wütend werden (x = nhd. sch, z = nhd. ss)

fungor

ich verwalte

funtzionari

Beamter

fidelis

treu

fidel

treu

firmus

fest, stark, sicher

fermu

fest, entschlossen

favere

begünstigen

fabora(tu)

begünstigen

ex

aus-, heraus-, -los, ohne

ez

nein, nicht, außer

rogo

ich bitte, frage

erregu

Bitte

regnum

Königtum, Herrschaft

erreinu

Königtum

rex, gen. regis

König

errege

König

verbum

Wort

berba

Wort

pax, gen. pacis

Frieden

bake

Frieden

via

Weg

abia(tu)

sich auf den Weg machen

audire

hören

adi(tu)

hören, verstehen

audere

wagen

adore

Atem, Mut

angelus

Engel

aingeru

Engel

ancora

Anker

aingura

Anker

alternus

abwechselnd

alda(tu)

wechselnd

anima

Seele

anima

Seele

ratio

Vernunft

arrazoi

Vernunft

 

 

Ähnlich gebildet:

 

arraza = Rasse ;

arrisku = Risiko.    Der Vokal-Vorschlag (a-rraza,  a-rrisku) erinnert an die semitischen Sprachen.

 

2.  Die rein baskischen Wörter

 

Wir vergleichen im Folgenden die baskischen Wörter  -  mögen sie nun originär oder aus anderen Sprachen entlehnt sein  -  nicht mit naheliegenden Sprachen, aus denen das Baskische häufig entlehnt hat, wie z.B. dem Spanischen, sondern mit Sprachen, zu denen man bisher keine Verbindung des Baskischen vermutet.

Ich vergleiche das Baskische hier zwar mit verschiedenen Sprachen, hauptsächlich jedoch mit dem Altindischen (Vedisch und Sanskrit). Von dort möge man Beziehungen generell zu allen indogermanischen (idg.) Sprachen knüpfen.

Mit nur einer einzigen Sprache schwerpunktmäßig zu vergleichen, in aller möglichen Breite, ist auch deshalb ratsam, da man hieraus erste Regeln ableiten kann, wie die Lautsysteme der zwei betrachteten Sprachen sich zueinander verhalten, welche Laute oder Lautgruppen der einen Sprache welchen Lauten oder Lautgruppen der anderen Sprache gewöhnlich gleichkommen.

Zudem ist ja jedem bekannt, daß das Baskische  immernoch als isolierte Sprache gilt, angeblich keinerlei Ähnlichkeiten zu anderen Sprachen besitzt.

Mit diesem Irrtum werde ich systematisch und gründlich aufräumen, so ausführlich, und mit angeblich so entfernten Sprachen, daß der größte Zweifler seine Haltung aufgeben muß.

Ich stelle also meine Aufzeichnungen, die ich noch nicht alphabetisch geordnet habe, nach und nach auf diese Webseite  -  zusammengestellt nach dem baskischen Alphabet, mit der Zeit weiteres ergänzend, und alles vervollständigend.

Der baskischen Tabellenspalte gegenüber werde ich alle nicht altindischen Wörter gesondert kennzeichnen; ist dieses nicht der Fall, handelt es sich also um altindische Wörter.

 

Folgende latinisierte altindische Buchstaben werden anders als im Deutschen ausgesprochen:

 

 

Altindisch

c

j

y

v

ś , ṣ

Deutsch

tsch

dsch

j

w

sch sch

 

 

ā ī ū = gedehnt gesprochen, unterpunktiertes r ist stimmhaft, unterpunktierte t-Laute sind cerebral (mit zurückgebogener Zungenspitze), unterpunktiertes h ist stark gehauchtes h, h nach Vokalen (-ah, -ih ...) wird als h gesprochen (dient also nicht zur Bezeichnung der Dehnung), th dh ph bh kh gh usw. sind jeweils ein Buchstabe (Das h ist deutlich zu sprechen), die Nasale passen sich den nachfolgenden Lauten an und werden spezifisch geschrieben (n,ñ,ṇ,ṅ) für -ant, añc, -aṅg, bisweilen auch freistehend: gaṇa; unter- oder überpunktiertes m heißt Anusvāra und wird besonders stimmhaft gesprochen.

 

 

 

 

Hier die Vergleiche :

 

(Die baskischen Verben werden nicht im Infinitiv aufgeführt, oder in Wortwurzelform wie im Altindischen, sondern im Partizip Perfekt (-tu), weil dies im Baskischen die grundlegende Form des Verbs ist, von welcher alle anderen Formen abgeleitet werden können).

 

Baskisch

 

Altindisch (ai.)u.a.

 

adorez

adoretzaile

mutig, tapfer

ermutigend, anregend

dhar

dreist sein, wagen

ager

sichtbar, allbekannt, manifest

gar

wachen, erwachen, aufmerken, bedacht sein

agirakatu

Der Vokalvorschlag

(a-, e- usw.) kommt im Baskischen wie in den semitischen Sprachen vor, z.B. auch:

Errusia = Russland,

Erroma = Rom usw.

 

vorwerfen, tadeln, Verweis erteilen

garh

schelten, tadeln, klagen

 

 

 

 

 

 

 

 

aita

Vater

ata (tatarisch)

Vater

alaba

Tochter

ā-labhyā

die zu Erlangende

antz

Ähnlichkeit

anti

 

antitas

anti (griech.)

gegenüber, nahe, nächst, neben, zu

von nahe

gegenüber, ange-

sichts, statt, anstelle von, gleich, ebenso gut, ebenso viel wie, verglichen mit

argi

Licht

arka

arci

arc

argos (griech.)

Strahl, Sonne

Strahl, Flamme

strahlen, singen

glänzend, weiß

arraroa izan

fremd, seltsam, komisch sein

rarum esse (lat.)

selten, spärlich,

außerordentlich sein

ase

voll sein, gesättigt sein

aś

aśita

aś

aśita

essen, verzehren

gegessen, verzehrt

erreichen, erlangen

erreicht, erlangt

aska

Wasserstelle für Kühe

aś

trinken, essen

aski

 

asko

askotara

genug, ausreichend, ganz

viele, viel, eine Menge

vielerart, in verschie-

dener Weise

aśita

 

aśnoti

aśnoti und

tar

 

 

aśnoti

erreicht, erlangt

 

er erreicht, erlangt

er erlangt, erreicht.

über etwas setzen o.

schreiten, durch-

machen, durchleben.

er gelangt wohin o. wozu

asmatu

erfinden, ausdenken, ersinnen, planen, denken an, ergänzen, vervollständigen

smar

sich erinnern, gedenken, im Gedächtnis haben, ins Gedächtnis rufen, sich sehnen, überliefern, lehren, behaupten, statuieren

at

außerhalb, aus, hinaus,

ati

vorbei, vorüber, jen- seits, darüber hinaus

-at

Suf.:Zeigt Richtung an

adhi

auf - hin, von - her

ate

atako

atera

Türe, Tor, vgl. at

äußerlich, Außen ...

herausnehmen

ati

darüber hinaus

 

 

atseden

Ruhe, ausruhen

sad

sitzen, matt werden

 

Wie in  Die gemeinsame Wurzel aller Sprachen des Planeten Erde  dargestellt, beschreiben die Dentale einereits  Richtung  und andererseits  das Äußere, Objektive, die äußere, objektive Grenze.

 

be

auch, ferner, sogar, ebenfalls,

abhi

herbei, in - hinein,

zu - hin, zu - her,

über - hinaus,

darüber hinaus

bezain (siehe -zain)

so ... wie

abhi-sakhyā

aufzählen, herzählen

behako

behaketa

Blick

Beobachtung

bhā

bhā

Schein, Glanz, Licht

scheinen, erscheinen, sich zeigen, aussehen

behar

müssen, sollen

bhar

tragen, halten, hegen, pflegen, verschaffen, verleihen, erfüllen

bekatu

Sünde

peccatum   (lat.)

Versehen, Vergehen, Sünde

berez

spontan, von sich aus

puruśa

Lebenskraft, Seele, Geist, Weltgeist

biarra

Job

bhar

mieten, dingen, er-

nähren, erhalten, hegen, pflegen, ver-

schaffen, erfüllen, besitzen

bide

Weg, Mittel, Methode,

Recht

patha

Pfad, Weg, Art und Weise

bigun

bihur

weich, einfühlsam

gekrümmt, gebogen

biegen (nhd.)

bhuj

 

biegen, beugen

bihotz

Herz

hrd(s)

abhi

hta < har

Herz

herbei, zu - her

genommen, herbei-geschafft (Erfah-

rungsaufnahme)

bira

schnelle Umdrehung

pari

peri (griech.)

ringsum

ringsum, um - herum

bitan

bi

-tan

zweimal

zwei

-mal, Wiederholung

Epoche, Periode

dvih

dvi

tan

zweimal

zwei

nacheinander, fort und fort ;Verbreitung, Dau-

er, Nachkommenschaft

bitu

(aus bi = zwei)

verdoppeln

bhid (wie dem

Bask. nachgebildet)

entzweien, spalten, durchbrechen, teilen

bost

fünf

pañca

fünf

 

 

da

(er, sie) ist

- ti

er, sie, es

dabil (bil < bide)

er geht, er ist

-ti - patha

er - Weg

dailu

Sichel, Sense

dā

schneiden, mähen

dakar

dakart (-t = ich)

er bringt es

ich bringe

dhar oder auch

dā - kar

tragen, zuteilen

geben - machen

damu

Zerknirschung, Sorge, Vergehen, Straftat

dabh

 

damnum (lat.)

schädigen, verletzen, hintergehen

Schaden, Nachteil, Fehler, Geldstrafe

darama

daramat

daramate

daramazu

daramazue

er trägt es

ich trage, nehme es

sie tragen, nehmen es

du trägst, nimmst es

ihr tragt, nehmt es

 

dharma

 

 

 

dhar

Gesetz, Recht, Sitte,

Ordnung, Tugend,

Pflicht, Art und Weise,

Angemessenheit

tragen, halten, hegen,

erhalten, ertragen,

aushalten, zuteilen

daratulutu

bohren

tard

bohren, durchbohren

dardara

zitternd, schauernd

trasta < tras

terrere (lat.)

zitternd, erschrocken

zittern, erschrecken

darnu

Vergehen, Schädi-

gung, Reue

dabh

schädigen, verletzen,

hintergehen

deus

etwas

(noch zu bedenken)

 

domatu

zähmen

dam

domare (lat.)

zähmen, zahm sein

zähmen, bezwingen

done

heilig

vielleicht domine

(o) Herr

dorpe

ungeschickt, plump, unbeholfen, taktlos

 

schwerfällig

darp

Tölpel (nhd.)

 

darh

von Sinnen kommen, toll, ausgelassen,

stolz sein

befestigen, feststellen

 

 

ebitatu

vermeiden

vitare (lat.)

vermeiden

-egi (Suffix)

 

 

 

egia

egiazko

egiera

 

 

 

 

 

egikera

 

egikuntza

 

egin

egina

eginbehar, > behar

und vieles andere .

Exzess, Übermaß, Ausbruch von Menge, Eigenschaft und Zeit

 

Wahrheit

wahr, real, echt

Tat, Moment der Aus-

führung einer Hand-

lung, Moment des

Sich-Ereignens oder Tuns

Weg des Handelns, Verhalten

Beweis, Verifizierung,

Zeugnis

schöpfen, kreieren

Tat, Werk, Handlung

Pflicht, Aufgabe

ag - (n) - i

(siehe oben, v.a. "N, Brücke zwischen Gott und Welt).

agere (lat.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

bhar

Übergang Gottes in die Welt, Austausch zwischen Welt u. Gott

 

in Bewegung setzen, hervortreiben, betreiben, tun

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tragen, hegen, erfül-

len

eldu

ankommen

reifen lassen, reifen

elthein (griech.)

edh

kommen (zu)

gedeihen, wachsen

elkar

 

elkarbatu

 

elkarbizitza

 

 

elkardura

 

 

elkargo

elkarlaguntza

wechselseitig, gegen-

seitig, gemeinsam

sich vereinigen, sich treffen, versammeln

Beisammenwohnen, Zusammenleben, Koexistenz

Bindung, Schuldverschreibung

Vereinigung, Union

Zusammenarbeit, Kooperation

eka

ein, einzig, ein und derselbe, gemein-

sam, Zahl Eins .

 

Das baskische und

das altindische Wort beschreiben die Ver-

einigung der Vielfalt zu einer homogenen Einheit, in Wechsel- kontakt und gegen- seitiger Abstimmung

entzun

lauschen, hören

sentio (lat.)

ich fühle, nehme wahr

epe(tu)

ein Zeitlimit setzen, ein Datum festlegen, eine Sperrlinie setzen

āp

erreichen, erlangen, erfüllen, zu teil wer-

den. Pass.:vollwerden

era

 

erabagi

 

erabaki

 

eraendu

 

eragin

 

eraiki

erakusmen

erasan

erein

eruan

Weg, Art, Weise, Erscheinung

entscheiden, be-

schließen

bestimmen, sich entschließen

regulieren, hand-

haben, lenken

aktivieren, veranlas-

sen, anregen

bauen, errichten

Manifestation

zur Sprache bringen

pflanzen

nehmen zu

ar

bewegen, erregen, erheben (d. Stimme), darbringen, verschaf-

fen, sich regen, eilen, gelangen zu, errei-

chen

erdi

Zentrum, Mitte

ardha

Hälfte, Mitte

erru

Schuld, Fehler

error (lat.)

irren (nhd.)

Abirren, Fehler

esi

Zaun

as

(begrenztes) Sein:

sein, dasein, gesche-

hen, zuteil werden, zufallen, gehören, eigen sein

eskatu

bitten, erbitten, fragen nach ,

fordern, verlangen

iṣ , icch

 

ask (engl.)

suchen, wünschen, erbitten

fragen, verlangen, bitten, erbitten

estai

Stockwerk, stehen

sthā

stehen, hintreten, be- treten, Halt machen, verweilen, bleiben

etorri, Stamm: tor

kommen

tar

über etwas setzen o. schreiten, zurück-legen, durchmachen, durchleben, vollbrin-

gen, überwinden, glücklich entgehen, entkommen, sich retten

euki

haben

echo (griech.)

ich habe

euskara

die baskische Sprache

angeblich nicht klar zu übersetzen, aber wohl

su - (= griech. eu -)

(s)kārā

 

 

die wohl-, gut- (su)

bereitete, -gefertigte

 

Unter f finden sich sehr viele aus anderen Sprachen entlehnte Wörter.

Hier einige :

 

 

 

fabore

Gunst, Hilfe, Beistand

favor (lat.)

favor (span.)

favore (ital.)

favour (engl.)

Gunst, Beifall

Gunst, Gefälligkeit

Gunst, Dienst, Gefäll.

Gunst, Gefallen

fabrika

Fabrik

fabrica (lat.)

fabrica (span.)

Werkstätte, Schmiede

Fabrik

faltsu

falsch, unecht

falsus (lat.)

falso (span.)

false (engl.)

irrig, nichtig

falsch, verkehrt

falsch

familia

Familie

familia (lat.)

familia (span.)

family (engl.)

Hausgemeinschaft

Familie

Familie

fede

Glaube, Vertrauen

fides (lat.)

fidelidad (span.)

faith (engl.)

Glaube, Vertrauen

Treue, Genauigkeit

Glaube, Vertrauen

 

 

gabe

-gabe

ohne

Suf.: "Fehlen", "-los"

gap (engl.)

Lücke, Kluft, Spalt

gura

Wunsch, Lust, begierig

gar

 

Gier (nhd.)

verschlingen, verschlucken

 

 

habatu

abstützen

stabh

stützen, feststellen

handi

groß, weit

mahant

groß, weit, lang, hoch

hanka

Bein, Fuß, Pfote

jaghā

Bein

harmen

Aufnahmefähigkeit,

Empfänglichkeit

har

( in Empfang) neh-

men, sich aneignen

hartu

aufnehmen, empfangen

har

(in Empfang) neh-

men, gewinnen

harritu

in Erstaunen setzen, verblüffen

har

hinreißen, entzücken

haiz

du bist

bhavasi

du bist

haur

Baby, Kind

bhav-r

werdend

hi

du (in Vertrautheit)

punīhi

du sollst reinigen

 

 

iaio

geboren werden

jan

geboren werden

ikus(i)

sehen, erleben

ik

sehen, wahrnehmen

irabazi

verdienen, gewinnen, erwerben

rabh

raffen (nhd.)

rauben (nhd.)

rapere (lat.)

fassen, ergreifen

 

 

an sich raffen, reißen

isildu

isilune

isil (i = Vokalvorsatz)

ruhig, still sein

stille, ruhige Zeit

still, ruhig

silere (lat.)

silentium (lat.)

schweigen, still sein

Stille, Ruhe

iskanbila

 

(bila)

istilu

Aufruhr, Tumult, Verwirrung, Unruhe

(suchen nach)

Störung, Aufstand, Unruhe, Verwirrung

i

in rasche Bewegung setzen, schnellen, antreiben, erregen

istorio

Geschichte, Erzählung

historia (lat.)

Geschichte, Erzählung

istripu

Ereignis, Unfall

(ex-?) tribuere (lat.)

aus-, ver-, zuteilen

isuri

fließen, vergießen

sar

rennen, fließen, eilen

itxadon (x = "sch")

 

itxaro

(auf etwas) warten,

erwarten

hoffen, vertrauen auf

iṣ , icch

(c = "tsch")

suchen, wünschen, begehren, erbitten, annehmen, statuieren als, wofür halten

izan

sein, existieren

as

 

esse (lat.)

sein, dasein, geschehen

dasein, existieren

 

 

jaio

geboren werden

jāta , jāto (Sandhi-

Form)

jan

Die Aussprache dsch für ai. j kommt meines Erachtens aus der Kontraktion von dy oder dhy, wie z.B. dhyāna > jñā, dhy-n

geboren

 

geboren werden

joan

gehen, verlassen

ienai (griech.)

i

gehen, weggehen

gehen, gelangen zu

 

 

-katu

Suf.: Handlung bez.

kar

handeln, tun

kolpa(tu)

verletzen, schlagen

koptein (griech.)

verwunden, schlagen

-kor

 

kordokatu

Suffix: Neigung, Tendenz anzeigend

schwanken, unsicher sein

cor, cordis (lat.)

Herz, Gemüt, Gefühl

 

 

labur

lapurtu

 

lapiko

kurz gefaßt

stehlen

 

Topf, Kanne, Pokal

labdha < labh

labh = rabh

 

labh

gefaßt, ergriffen

fassen, ergreifen,

nhd. rauben, raffen

fassen > Behälter

lagunen

Freund

lag

sich haften, heften, hängenbleiben an, sich anschließen, folgen

lau, laur

vier

catur

quattuor (lat.)

vier

vier

leku

Platz. Ort, Lage. Stelle, Stätte, Standort

 

loka

 

locus (lat.)

Platz, Raum, Strecke, Weltraum, Welt, Erde

Ort, Platz, Stelle, Raum, Zeitraum

lotsa

Scham

lajjā (j = "dsch")

Scham

 

 

mailu

Hammer

malleus (lat.)

Hammer

mainatu

verwöhnen, verzär-

teln, verhätscheln

minuere (lat.)

verkleinern, vermin-

dern, schwächen

 

maita(tu)

lieben

mithunam

mitra

Paarung, Begattung

Freund

mendi

Berg

mons, montis (lat.)

Berg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- n

 

- na

naasketa

nabar

Relativpronomen:

wer, wen, das, was

Verteilung in Gruppen

Mischung

vielfarbig

 

Wie vorausgehend

beschrieben, stellt n

die Verbindung zwischen Gott und Welt dar.

nagi

faul, träge, müde

nach(lassen), Nacht

 

ni

ich

ani (hebr.)

bhavāni

ich

ich soll werden

 

 

oskorri

Morgenröte, erstes Tageslicht

uṣas

Morgenröte, Morgen

 

 

 

 

 

 

pixka

kleines bißchen, wenig;

kleines Stück, Brocken

bhid

spalten, teilen, brechen

patu

 Schicksal

pat

fliegen, fallen, sich

werfen o. legen in,

geraten in, sich er-

eignen, eintreffen,

sinken, seine Kaste

o. Stellung verlieren

 

 

r kommt im Wort-

anfang nicht vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist also nicht überraschend, wenn die baskische Form bisweilen die ältere wäre,  und das Altindische dann jeweils eine Vereinfachung aus ihr.

 

saindu

heilig

sanctus (lat.)

heilig

seme

Sohn

sunu

sama

Sohn

eben, gleich, ähnlich

sein

Kind

jan          (j = "dsch",

jantu    genauer "dj")

geboren werden

Nachkomme,

Geschöpf, Mensch

sen

Verstand

jñāna

dhyāna

Erkenntnis, Wissen

Sinnen, Nachdenken

sentitu

bedauern, fühlen

sentire (lat.)

fühlen, schmerzlich empfinden

sér

was

ʾascher (hebr.)

welcher, -e, -es

soka

Seil, Strick

sā

binden

sorterazi

gebären

sarj

aus sich entlassen, hervorbringen

su

Feuer

śuc

śuci

Flamme, Glut

Feuer, leuchtend

 

- t

Suffix: "auf etw. hin"

adhi, lat. ad

zu, zu - hin

- ta

Suffix: "nach"

- ta Grenze, Vollend.

z.B. k > kta

 

tun > getan

 

Wie in   Die gemeinsame Wurzel aller Sprachen des Planeten Erde   dargestellt, beschreiben die Dentale einerseits Richtung  und andererseits die  äußere, objektive Grenze.

 

- tada

Suffix: Tat, Handlung,

Schlag

tadā

ta

dann ... (Handlung)

schlagen

tamainu

Größe, Messung, Maß

- tama

 

guru - gurutama

Äußerstes, Grenze, Superlativ, z.B:

schwer-der Schwerste

tamal

Mißgeschick, Unglück

tam

stocken, erschöpft sein, vergehen, hin-

schwinden

tankeratu

vermuten, schätzen, erkennen, verstehen, entziffern

tañc

denken (nhd.)

zusammenziehen

mehrere Erkenntnisse in einer zusammen-

gezogen (I. Kant)

tantai

großer dicker Holz-

klotz, dicker Ast,

Schiffsmast

daṇḍa

Stock, Stengel, Stamm

tanto

Punktzahl, Treffer-

zahl (Sport)

tantus (lat.)

so groß, so viel,

so bedeutend

tapoi

Stöpsel, Pfropfen, Kapsel, Kork

Zapfen (nhd.)

Stöpsel (nhd.)

 

tarrapataka

eilig, rasch

tvar

pat

eilen

fliegen, fallen

tarratatu

reißen, aufreißen, zerreißen, zerschlit-

zen, zerren

dar

auseinandergehen o.

-fallen, aufbrechen, sprengen, zerreißen

tarte

 

tarteka

tiratu

torratu

Intervall, Abstand, Distanz

zwischendurch

strecken, dehnen

reinigen, abreiben

(Lebensweg als Läuterung)

tar

über etwas setzen o. schreiten, zurück- legen, durchmachen, durchleben, voll-

bringen, überwinden, glücklich entgehen, entkommen, sich retten.

taxu

Fähigkeit, Gewandtheit

daka

tüchtig, geschickt, geeignet zu

taxu (x = "sch")

 

taiu

Aspekt, Erscheinung, Bild, Aussehen

gutes Aussehen, Er-

scheinung, Miene, A- spekt, Gesichtspunkt

darś

sehen, erblicken, be-

trachten, erkennen, untersuchen, prüfen, erschauen, ersinnen

teinkatu

ausziehen, dehnen, strecken

tan

 

teino (griech.)

dehnen, spannen, strecken

dehnen, spannen, strecken

terna

Starrsinn, Halsstarrigkeit

tarnas

geistige Finsternis, Verblendung

toki

 

tokitu

Ort, Stelle, Platz

 

aufstellen, legen, platzieren,

lokalisieren

tuc, toka

Nachkommenschaft, Geschlecht, Stamm

(Lokalisierung,

Raumeröffnung des Nichts, Anlegung

eines Lebensweges,

einer Tradition)

tori

da, halt mal !

dhar

dhara

dhar-hi (früher ?)

halten, tragen

halte! trage!

halte! trage!

torlojo

(Holz-) Schraube

tard

(durch-, er-) bohren

turrut

Spott

tarj (j = "dsch")

schmähen, drohen, bedrohen

txatxar

unbedeutend, gering,

wertlos

tyaktavya

preiszugeben,

zu verschmähen

txoriburu

dumm, töricht,

verantwortungslos,

unzuverlässig,

unzurechnungsfähig,

leichtsinnig

darp

von Sinnen kommen,

toll, ausgelassen,

stolz sein

 

Es ist also nicht überraschend, wenn die baskische Form bisweilen die ältere, und das Altindische dann jeweils eine Vereinfachung aus ihr wäre.

 

ur

Wasser

vari

ud

Wasser

Wasser

urrun

urruntasun

fern, weit

Ferne,Distanz,Abstand

uru

weit, groß, geräumig

urte

Jahr

vtta

vart

erfolgt, vergangen

sich drehen, rollen, ablaufen (Zeit),

erfolgen, geschehen, werden

 

 

xahar (x = "sch")

klein und alt

sam-har

kālah samharate ... =

die Zeit rafft zusammen ...

reifen, altern lassen >

zusammenziehen, zusammenraffen, einziehen, vernichten

xahu

 

xahu

 

xahu

 

xahutu

xahutu

 

xahuki

sauber, reinlich

 

mittellos

 

heil, unversehrt

 

reinigen

durchstreichen,

ausradieren

klar, deutlich

śubha

 

śubh

 

śubha

 

śumbhana

śubhvan

 

śubhra

schmuck, schön, angenehm

hingleiten, vorüber-

sausen

gut, günstig;

Heil, Glück

reinigend

flüchtig

 

klar, weiß, schön, schmuck

xedatu

 

xedaketa

verfügen, leiten, entscheiden

Abgrenzung,

cheda (ch="tsch-h")

 

cheda

Entscheidung

 

Absonderung, Trenng.

 

 

-zain

 

 

diruzain

artzain

atezain

 

siehe

be und bezain

Person, die um etw.

Bestimmtes Sorge trägt, nach etw. sieht

Schatzmeister

Schäfer

Torsteher

sakhyā

 

 

 

saíhvan (got.)

sehen (nhd.)

sehan (ahd.)

sēn (mnd.)

sēon (aengl.)

sien (mnl.)

zien (nl.)

erscheinen, zusam-

menzählen, zusam-

mengehören mit,

abschätzen nach

sehen

sehen

sehen

sehen

sehen

sehen

sehen

zahar (z = "ss")

alt

sam-har

kālah samharate ... =

die Zeit rafft zusammen ...

reifen, altern lassen >

zusammenziehen, zusammenraffen, einziehen, vernichten

zango

Bein

jaghā

Bein

zeru

Himmel

svar

Himmel, Sonne, Licht

zoro

verrückt

darp

Tölpel (nhd.)

von Sinnen kommen, toll, ausgelassen,

stolz sein

zu

du

bhavasi

du wirst, bist

zumo

Saft

soma

su

Saft

auspressen

zuri

 

zuritu

weiß

 

weißen, weiß tünchen

śuci

śukla

śukra

leuchtend, glänzend

weiß, licht, hell, lauter

klar, hell, rein

zuzi

Kienspan, Fackel

śuci

Feuer, leuchtend

 

 

                                       FORTSETZUNG  FOLGT