Walter Gräbeldinger,   2016 -

Baskisches etymologisches Wörterbuch

Einleitung

 

Das alte Volk der Basken, von den Römern Vascones genannt, siedelt in den Pyrenäen, sowie an deren nördlichem Randgebiet in Frankreich, und südlich in Nordspanien, dort mehr oder weniger freiwillig eingegliedert in den spanischen Staat.

Die Sprache der Basken wurde u.a. mit den Berbersprachen Nordafrikas, aber auch mit Sprachen des Kaukasus verglichen.  Diese Vergleiche sind aber heute überwiegend nicht anerkannt und man hält das Baskische für eine isolierte Sprache, mit keinem anderem Idiom verwandt.

Ohne uns in diese Diskussionen einzulassen, zeigen wir lieber, was der Wahrheit entspricht:  Baskisch ist selbstverständlich mit anderen Sprachen verwandt, und mit ihnen mühelos zu vergleichen.  Es gehört gleichfalls zur einen großen Familie aller Sprachen der Erde. Darüber gibt es keinen Zweifel. Das bei De Gruyter erschienene Etymologische Wörterbuch der baskischen Sprache von Martin Löpelmann ist von dieser Vision so weit entfernt, daß wir es mit keinem Wort erwähnen müssen.

Bevor wir den unmittelbaren Vergleich der baskischen Wörter mit Wörtern anderer Sprachen beginnen, werden wir zeigen, wie die Basken Wörter aus dem Französischen, Griechischen und Lateinischen in ihre Sprache aufgenommen haben. So wird aus der Umformung dieser Wörter die typische baskische Artikulationsweise zumindest erahnt.

 

Was in den wenigsten Wörterbüchern, vielleicht überhaupt noch nie versucht wurde, den göttlichen und intelligenten Ursprung der Sprache aufzuzeigen, wird hier in einem ersten Versuch dargestellt:

 

 Wir geben diesem Wörterbuch darum zunächst eine philosophische Grundlegung.  Sollten die folgenden Erklärungen nicht hinreichend sein, so lese man unter den anderen Seiten  "AGNI  -  Gott und Welt"  und  "Die Bedeutung der einzelnen Buchstaben"  den Anfang nach, über die Bedeutung der Laute  A  und  G,  wie sie zur Lektüre heiliger Schriften, z.B. des altindischen Rig-Veda eigentlich als bekannt vorausgesetzt wird.

Die baskischen Worte, die mit AG- beginnen, machen alle Gebrauch von diesem Wissen, spiegeln es, wenn auch begrenzt, wider, wie folgt:

 

A  ist nach Maharishi Mahesh Yogi der erste Ausdruck der Ganzheit.  Es ist auch der erste Buchstabe des baskischen Alphabetes und dient dazu, Überraschung und Bewunderung auszudrücken, auch ein "Dies" und "Das", ein "Er, Sie, Es".

Als erster Buchstabe des altindischen Rig-Veda enthält er in sich die Summe des gesamten Buches, in konzentrierter Form den gesamten Vorgang der Entfaltung des Lebens, wie er hierarchisch fortlaufend im Rig-Veda beschrieben ist.

Wir haben in den vorgenannten Seiten versucht, diese Fülle als ersten Ausdruck der Ganzheit wenigstens anzudeuten, geschöpft aus den möglichen Bedeutungen des Lautes A in verschiedenen Sprache der Erde, wie folgt:

 

 

A birgt in sich Vergangenheit, Zukunft und immer lebendige Gegenwart. Es ist die fortschreitende Erfahrung, die Suche nach ausreichender Vielfalt und ebenso nach deren Rückführung auf die Einheit eines möglichen Verständnisses, wie eines Wiedererinnerns.

 

A enthält die Richtung des Erlebens, seine Zielsetzung, seine Grenze, die einschränkende Wahl in aller Erfahrung, die Harmonie im Austausch der Lebenswerte. Es ist der Dreh- und Angelpunkt von Vergangenheit und Zukunft, von Endlichem und Unendlichem, von Gebundenheit und Freiheit, von vorübergehend Flüchtigem und gleichbleibend Beständigem, von Zeit und Ewigkeit, von Etwas und Nichts. Es ist wie ein Samenkorn:   Geburt, Anfang, Herkunft und Quelle von allem. Alles Hoffen, Zweifeln und Trauern auf dieser Straße des Lebens kommt von ihm - wie ein Reinigungsprozeß, ein Bezahlen für Geschuldetes, aber auch ein Belohntwerden für Verdienstvolles.

 

Man kann  A  mathematisch mit der Zahl  1  gleichsetzen, theologisch mit Gott als Person.  Gott will sich offenbaren, sich uns zeigen, sich verständlich machen.  Er tut es, indem er sich begrenzt, sich eine Struktur, Gestalt gibt, um für uns erkennbar zu werden, wenigstens andeutungsweise.

 

Dieses Sich-Begrenzen, Sich-Strukturieren, kommt im 2. Buchstaben des Rig-Veda zum Ausdruck, dem  G,  im ersten Wort  AGNI.  Der unbegrenzte Ausdruck der Ganzheit, dargestellt in dem Laut-Kontinuum  A,  setzt sich Grenzen, entwirft einen weitesten Horizont:  Das Laut-Kontinuum  A  wird unterbrochen durch den Kehllaut  G,  oder auch durch  K,  oder zumindest gehemmt oder verzögert durch die Kehllaute  CH, H  usw.

Andernfalls wäre das Leben dargestellt als ein gleichmäßiges ungehindertes Fließen, was es aber nicht durchgehend ist, sondern es hat auch Struktur, ist gestaltet, hat Unterbrechungen.

 

Das Wörterbuch ist inzwischen zu einer ersten Vollständigkeit gestaltet. Es erscheint mir zu kostbar, um es jedermann hier anzubieten.

Unter

waltergraebeldinger@gmx.de

kann es Kennern und Interessierten ganz oder in Auszügen zugänglich gemacht werden.

 

Walter Gräbeldinger